Workshop mit Kinderarbeitern in Sacaba

Am Samstag den 24 Februar 2018 fuhren Maria, unsere Sozialarbeiterin und unsere beiden Praktikantinnen Mariana und Monica zum Friedhof von Sacaba um mit den NATs ( Kinder- und jugendliche Arbeiter) einen Workshop abzuhalten. Hier ging es darum, die Kinder und Jugendlichen, welche einer Arbeit nachgehen, über ihre Rechte und die Gemeindeverordnung 137/2013 aufzuklären.

Die Kinder und Jugendlichen arbeiten auf dem Friedhof, entweder jeden Tag nach der Schule oder nur am Wochenende, um Geld zum Leben und für die Schule zu verdienen.
Die anwesenden Kinder sind zwischen 8 und 17 Jahre alt.

2013 hat der Gemeinderat von Sacaba eine Gemeindeverordnung erlassen, um die Kinderarbeit zu regeln, diese wurde aber nie umgesetzt.

Dieser Verordnung zufolge ist Kinderarbeit legal, wenn sie folgende Kriterien erfüllt:

• das Kind muss älter als 9 und jünger als 18 sein
• die Arbeit muss legal sein
• die Arbeitszeit muss außerhalb der Schulstunden liegen
• die geleistete Arbeit darf weder die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen beeinträchtigen noch ihnen seelisch, ethisch oder moralisch schaden
• es darf sich weder um Ausbeutung noch um Zwangsarbeit handeln.

Auch sollen die Kinder, die arbeiten, kostenlos im Gemeindekrankenhaus behandelt werden, und dies auf einfaches Vorzeigen ihres Arbeitsausweises hin.
Die Defensoria soll außerdem die Kinder an ihrem Arbeitsplatz aufsuchen, um sich zu vergewissern, dass alle Arbeitsbedingungen eingehalten werden und keine Ausbeutung besteht.

Das Ziel dieses Workshops ist es, die Organisation der NATs des Friedhofs von Sacaba zu informieren und gemeinsam mit ihnen sowie mit dem „Sekretariat für Soziale Angelegenheiten“ der Gemeinde und dem „Jugendamt“ von Sacaba die Umsetzung dieser Verordnung zu erreichen.

Wir hoffen auf baldige Resultate!